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Beim Vergolden wird eine Oberfläche aus einem beliebigen Material entweder mit einer Lage aus echtem Blattgold oder Blattgoldimitat das sogenannte Schlagmetall belegt. Auch besteht die Möglichkeit das Objekt mit einer Schicht Goldfarbe zu bestrichen. Für welche Methode man sich entscheidet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. In jedem Fall ist die Vorbereitung auf das Vergolden stets die gleiche: Die zu bearbeitende Fläche muss gegebenenfalls gegen Oxidation geschützt sein sowie sauber, trocken und fettfrei.

Das Anlegemittel

Um Blattgold auf eine Oberfläche aufzubringen, muss diese zunächst mit einem Anlegemittel bestrichen werden. Die beliebteste Art der Vergoldung ist dabei die mit Kölner Vergoldungsprodukten. Dabei handelt es sich um das Kölner Instacoll. Weitere Anlegemittel sind eine Mixtion auf Basis von Öl oder um das Poliment, ein besonders fetthaltiges Erdpigment. Für das Bestreichen der Oberfläche mit einer Ölmixtion sollte man im besten Fall einen Pinsel verwenden, den man danach wegwerfen kann. Es ist nämlich sehr schwierig, den Pinsel restlos von der Mixtion zu befreien. Poliment ist sowohl in nasser Form zu sofortigen Verwendung oder trocken zum Aufbereiten mit Wasser erhältlich.


Aufbringen des Blattgolds

Je nach Produkt benötigt die Ölmixtion entweder 3 oder 12 Stunden, um zu trocknen. Beim Poliment sind viele Arbeitsschritte nötig mit jeweils langen Trockenzeiten. Bevor man mit dem Aufbringen des Blattgolds beginnt, sollte man mit einem Finger überprüfen, dass das Anlegemittel Ölmixtion nicht mehr feucht ist. Ist dies der Fall, geht es an die eigentliche Vergoldung. Neben dem Blattgold benötigt man dafür ein Vergolderkissen, ein Vergoldermesser, sowie einen Anschusspinsel. Zunächst legt man das Blattgold auf das Kissen und schneidet es mit dem Messer in der gewünschten Größe und dem gewünschten Format zu. Dann verwendet man den Anschusspinsel dafür, das zugeschnittene Blattgold aufzunehmen und auf der vorbereiteten Fläche anzubringen. Der Pinsel lädt sich elektrostatisch auf, wenn man ihn über seinen Arm streicht, dann bleibt das Blattgold daran haften.

Abschließende Bearbeitung

Das Aufbringen des Blattgolds ist der schwierigste Teil der Vergoldung, da es hier auf präzises Arbeiten ankommt. Es ist nämlich nicht möglich, einmal auf der Oberfläche befindliches Blattgold wieder zu entfernen. Ganz wichtig ist es, darauf zu achten, dass das Blattgold keine Falten schlägt. Hat man die Fläche oder einzelne Teilstücke vollständig vergoldet, nimmt man einen Vergolderpinsel zur Hand und entfernt damit überstehendes oder loses Gold. Zum Abschluss der Tätigkeit drückt man nun vorsichtig mit einem Wattebausch das Blattgold an der Oberfläche fest und lässt sie dann für 24 Stunden trocknen. Um eine längere Haltbarkeit des Goldes zu gewährleisten, empfiehlt sich eine anschließende Bearbeitung mit einem Überzugslack.

Vergolden mit Kölner Produkten

Etwas anders funktioniert die Arbeit mit Kölner Vergoldungsprodukten. Dabei trägt man zwei Schichten von Kölner Instacoll Base auf die zu vergoldende Oberfläche. Statt einer langen Wartezeit kann man die getrocknete Fläche jederzeit mit Kölner Activator bestreichen und nach rund 15 Minuten mit dem Aufbringen des Transfer Blattgolds beginnen. Es wird ganz unkompliziert mit einem Kölner Tuch angedrückt. Für Vergoldungen von Inschriften eignet sich Kölner Rapid Steinmetz als Anlegemittel besonders gut. Es ermöglicht das Aufbringen des Blattgolds nach einer Trockenzeit von nur 15 Minuten.

Die Arbeit mit Schlagmetall

Eine kostengünstigere, allerdings weniger edle Alternative zum Blattgold ist das Schlagmetall. Da es verhältnismäßig schnell oxidiert, sollte es nur im Innenbereich angewandt werden. Vor allem für das Vergolden größerer Flächen ist die Verwendung von Schlagmetall wegen seines geringeren Preises anzudenken. Als Anlegemittel eignen sich Kölner Permacoll und Anlegemilch, eine Mixtion auf Wasserbasis. Ölmixtionen sind nicht zu empfehlen, da sie sich wegen ihrer starken Geruchsbildung nicht für Innenräume eignen. Schlagmetall ist in den beiden Varianten „lose“ und „transfer“ erhältlich. Das lose Schlagmetall wird wie Blattgold mit Vergolderhandschuhen aus dem Heftchen entnommen und dann überlappend aufgebracht. Auch Transfer-Schlagmetall darf nur mit Handschuhen berührt werden, gleicht von der Anwendung her allerdings einem Abziehbild, da es sich auf einem Trägerpapier befindet. Ist die gesamte Fläche mit Schlagmetall vergoldet, werden abschließend die Überlappungen anpoliert. Die Handschuhe benötigt man, um auszuschließen, dass man Fettflecken oder Oxidationen auf dem Gold hinterlässt und damit es nicht versehentlich an der Hand haften bleibt.

Pudergold

Handelt es sich um ein sehr kleines Objekt, das vergolden werden soll, oder ist die Fläche sehr uneben, verwendet man statt Blattgold besser Pudergold. Das ist in Plättchenform erhältlich und wird auf die Oberfläche gestäubt, auf die zuvor ebenfalls das Anlegemittel gestrichen wurde. Nachdem das Pudergold 24 Stunden lang getrocknet ist, ist es möglich, die vergoldete Fläche mit einem Achatpolierstein zu glätten.

Metallglanzlack

Die Alternative zum Aufbringen von Blatt- oder Pudergold ist die Bearbeitung der Oberfläche mit einem Metallglanzlack. Diese Methode eignet sich vor allem, wenn man ein Objekt vergolden möchte, das sich im Außenbereich befindet. Der Lack stellt nämlich sicher, dass die vergoldete Oberfläche resistent gegen jegliche Wettereinflüsse ist. Er basiert auf Acryl und verfügt über eine Metallpigmentierung. Der Vorteil des Lacks ist, dass verschiedene Farben miteinander gemischt werden können, um einen individuellen Ton zu erreichen. Zum Auftragen verwendet man je nach Größe und Beschaffenheit der Oberfläche einen Aquarell- oder einen Borstenpinsel. Es ist darauf zu achten, dass die aufgetragene Schicht gleichmäßig ist, um letztlich ein einwandfreies Ergebnis zu erzielen.

Metallglänzende Farbe

Neben dem Einsatz von Metallglanzlack ist auch die Arbeit mit einem Metallglanz-Farbkasten möglich. Dieser eignet sich nicht nur für das künstlerische Malen auf Papier oder Leinwand, sondern auch für das Vergolden kleinerer Objekte oder das Ausbessern von bereits vergoldeten Flächen. Wie normale Wasserfarbe wird auch die metallglänzende Farbe durch einen nassen Pinsel aktiviert und kann anschließend sofort auf die Oberfläche aufgetragen werden. Wichtig ist, dass man mehrere Schichten Farbe aufträgt, da sie lasierend ist. Auch die Farben aus dem Farbkasten können miteinander gemischt werden, um den gewünschten Ton zu erhalten.

 

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