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Malkasten Perlglanz MERLIN 6

19,95 EUR
incl. 19 % USt

Art.Nr.: 29630

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Produktbeschreibung

Unsere Perlglanzfarbkästen werden mit feinsten Produktionsmethoden und mit der Erfahrung seit über 30 Jahren in Deutschland hergestellt. Bei Produkten wie diesen kann man keine Kompromisse eingehen.

 

6 Perlglanzfarben (große Näpfe 30mm Durchmesser)

 

Perlglanzfarben verhalten sich wie Aquarellfarben und werden ebenso verwendet. Auftragbar auf allen saugenden Untergründen wie Papier, Pappe, Holz, etc.

 

Auftrag transparent und stark verziehbar, nicht oxidierend, untereinander mischbar.

 

Diese hochwertigen Künstlerfarben bestehen aus Metallglanzpigmenten, Perlglanzpigmenten oder Interferenzpigmenten und Gummi Arabicum (Gouache) und sind ohne jeglicher Beimischung. Der bunte Stein wird mit Wasser und Pinsel angerieben und die gelöste Pigment/Wassermischung kann sofort weiterverarbeitet werden. Als Objekt eignen sich alle saugenden Untergründe, wie Papier- und Pappearten, Holz- und Stuckobjekte, wenn die zu bedeckende Fläche nicht zu groß ist. Besonders eignen sich die Künstlerfarben für Restaurierungen aller Art und für Malereien in Kombination mit anderen Farben auf Wasserbasis wie Aquarelldeckfarben oder Acrylfarben. Die Metallglanzfarben können mit anderen Farben auf Wasserbasis vermischt werden oder man überzieht eine bereits trockene Farbfläche damit. In allen Fällen sind die Ergebnisse unterschiedlich im Aussehen und es ist ein Ausprobieren empfehlenswert, um die vielen Variationen kennen zu lernen. Der getrocknete Auftrag ist grifffest und auch bei feuchtem Abwischen nicht sofort löslich, was bei Holz/Bilderleisten vorteilhaft ist. Der Auftrag sollte lasierend erfolgen, um den Glanzgrad zu erreichen evtl. ein zweites Mal. Für Restauratoren empfehlen wir den eigens zusammengestellten Malkasten „Restaurator“ mit 12 verschiedenen Näpfen in verschiedenen Gold- und Silbertönen. Ein Überziehen mit Lack ist nicht erforderlich oder empfehlenswert und wird nur in den seltensten Fällen vorgenommen und nur dann, wenn ein Objekt ständig berührt werden kann.

 

Was sind Perlglanzpigmente?

 

Schon die Eiszeitmenschen verwendeten Pigmente in den Farben Gelb-, Rot und Brauntönen, die durch Eisenoxide bestimmt waren, die jedermann in  Form und Rost kennt. Als weitere Farbgebungen kamen durch Ruß und natürliche Rohstoffe hinzu, wie Pflanzensäfte und Tierextrakte – wie z.B. Karmin – das aus der Schildlaus gewonnen wurde. Um 1500 v. Chr. waren bereits 30 verschiedene Farbmittel bekannt. Außer Wandgestaltungen nahmen Schminktechniken einen breiten Raum ein. Hier taucht bereits das Wort „Perlweiß“ auf, ein wismuthaltiges Pulver, das bereits in der Antike als Grundlage für Gesichtskosmetik galt. Diese irisierenden Glanzeffekte wurden schon damals als besonders attraktiv empfunden und es hat sich bis heute daran nichts geändert. Im 18. Jahrhundert wurden erstmals „Perlglanzpigmente“ erwähnt. In Paris bestand bis Ende des letzten Jahrhunderts eine blühende Industrie zur Herstellung von „Perlessencen“, die aus Fischschuppen gewonnen wurden. Aufgrund des hohen Preises dieses Naturproduktes und des wachsenden Bedarfs, brachte eine aufstrebende Kunststoffindustrie mechanisch, chemisch und physikalisch stabile und preiswerte „Perlglanzpigmente“ auf den Markt. Der entscheidende Durchbruch zu Perlglanzpigmenten mit universellen Einsatzbereichen kam jedoch in den 50er Jahren mit der Erfindung der „Glimmer-Metalloxid-Pigmente“. Das sind Perlglanzpigmente, die die Effekte der natürlichen Perle auf einfache Weise nachahmen und völlig neue Möglichkeiten der Farbgestaltung in allen Bereichen des täglichen Lebens eröffnen.

 

Die heutigen Perlglanzpigmente aus Glimmer. Sie sind toxisch unbedenklich, im Gegensatz zu den früheren synthetischen Verbindungen in Form von plättchenförmigen Kristallen und Zink-, Quecksilber-, Blei- und Wismutverbindungen. Glimmer ist ein in der Natur weit verbreitetes Mineral, man ordnet es den Schichtsilikaten zu. Man kann ihn leicht zu dünnen, biegsamen Blättchen zermahlen. Diese Perlglanzpigmente sind nichtoxidierend, vergrauen nicht, sind also farbstabil und für den Außenbereich besonders geschützt. Die unterschiedlichen Farben und Farberscheinungen in der Natur lassen sich nicht eindeutig mit einer bestimmten Farbe benennen. Als Beispiel gelten Prachtgefieder von Vögeln, schimmernde Schmetterlingsflügel, Regenbogen oder das Farbenspiel eines dünnen Ölfilms auf einer Wasserfläche. Hier spielt Beleuchtungs- und Beobachtungsrichtung die ausschlaggebende Rolle, wenn unterschiedliche Helligkeitseindrücke hervorgerufen werden. Die Perlglanzpigmente verhelfen uns, diese Effekte in der Natur auf allen Objekten darzustellen. So entsteht kein übermäßiger Glanz, sondern ein edler Tiefenglanz, d.h. das Licht legt dabei in dem Medium, in das die Perlglanzpigmente eingearbeitet sind, einen relativ langen Weg zurück. Je transparenter das Medium ist, in dem die Perlglanzpigmente eingearbeitet sind, umso weniger Licht geht verloren. Alle deckenden und trüben Zusätze verringern den Glanz. Perlglanzpigmente sehen in loser Form relativ unscheinbar aus und haben keinen Glanz. Dieser entfaltet sich erst, wenn das Pigment-Plättchen auf der Oberfläche schuppenförmig ausgerichtet ist und der Lichteinfall die Oberfläche erreicht.

 

Aus diesem Grund sollten die Malkastenfarben aus Perlglanzpigmenten und Interferenzpigmenten lasierend verarbeitet werden.